Lohnt sich eine Anlage in Immobilienfonds?

Immobilienfonds eignen sich für eine Geldanlage mit kleineren Beträgen. Bei Immobilienfonds handelt es sich um Investmentfonds bei denen man sich an Immobilien beteiligt.

Es gibt drei verschiedene Typen von Immobilienfonds: offene Immobilienfonds, geschlossene Immobilienfonds und Spezialfonds.

Was ist ein geschlossener Immobilienfonds?

immobilienfondsDie sichere Geldanlage erfolgt nach Angaben von Geld-anlegen.eu bei den geschlossenen Immobilienfonds in Gewerbeimmobilien oder Wohnobjekten. Hierdurch ist der Anleger Mitinhaber an einer Immobilie. Bevor man in diese Möglichkeit investiert hat man die Möglichkeit sich über die Immobilien in so genannten Emissionsprospekten zu informieren. Ein geschlossener Immobilienfonds wird normalerweise als KG oder GbR geführt, somit wird man zum Kommanditist oder Gesellschafter, wobei sich das Risiko nur auf den gezahlten Betrag beschränkt. Hierbei kann man sich die Anteile nicht zurückgeben lassen und auch nicht auszahlen lassen.

Investiert man in ausländischen Immobilienfonds hat man die Möglichkeit durch das Doppelbesteuerungsabkommen steuerliche Begünstigungen in Anspruch zu nehmen.
Eine gesetzliche Regelung gibt es für geschlossene Fonds nicht, jedoch werden die Emissionsprospekte seit 2005 geprüft.

Was ist ein offener Immobilienfonds?

Ein offener Immobilienfonds beinhaltet laut FONDSVergleich365.de das Grundstücks-Sondervermögen, wobei mindestens 10 Grundstücke vorhanden sein müssen und wird vom Investmentgesetz geregelt. Dieses Sondervermögen wird von einer Kapitalanlagegesellschaft geführt, die von der Finanzdienstleistungsaufsicht überprüft wird. Die Mittel der Fonds werden in einem Depot verwahrt, welches auch die Anteile ausgibt. Für einen offenen Immobilienfonds werden in aller Regel Gewerbeimmobilien wie z. B. Bürohäuser angekauft und versucht durch Mieteinnahmen oder auch Wertsteigerungen positive Erträge zu erarbeiten.

Die Fondsanteile können immer gekauft oder verkauft werden, daher wird das Kapital nicht nur in Immobilien und Grundstücken investiert, sondern ebenso in schnell verfügbaren Anlagen wie z. B. Zinspapieren. Die Fonds müssen für mindestens fünf Prozent des Fondvermögens eine so genannte Liquiditätsreserve bilden, die andersherum auch nicht über 49 Prozent steigen darf. Liegt diese unter 5 % muss der Fonds vorläufig geschlossen werden.

Der Investmentfonds hat nach Angaben von FondsVergleich365 die Möglichkeit Fremdkapital aufzunehmen oder Immobilien zu verkaufen, wenn mehr Anteile zurückgegeben werden als Mittel vorhanden sind. Bei Verkauf einer Immobilie wird der Verkehrswert zugrunde gelegt und die Immobilie darf auch nicht unter diesem Verkehrswert veräußert werden.

Steuerlich ist laut GELD-Anlegen.eu bei offenen Immobilienfonds interessant, dass der Teil des Gewinns, der durch Wertsteigerungen erzielt wird, steuerfrei ist. Dieses kann 1/3 des Gesamtgewinns ausmachen. Sämtliche anderen Gewinne sind Einkünfte aus Kapitalvermögen und müssen versteuert werden.

Was ist ein Immobilien-Spezialfonds?

Ein Immobilien-Spezialfonds ist ein offener Immobilienfonds, der nochmals unterteilt wird in:

– Immobilien-Publikumsfonds, die für private Anleger und auch Institutionen zur Verfügung stehen.
– Immobilien-Spezialfonds, die für Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen, Banken oder sonstigen Unternehmen zur Verfügung stehen.

Beide Typen unterliegen dem Investmentgesetz und werden durch eine Kapitalanlagegesellschaft zur Verfügung gestellt und verwaltet. Durch so genannte Investmentzertifikate werden die Beteiligungen der Anleger festgehalten und können ständig ausgegeben und zurückgenommen werden. Dieses Sondervermögen wird von einer Depotbank verwaltet.